– Letzte Aktualisierung am 9. Januar 2026
So wählen Sie den richtigen Reifendruck für Ihr E-Bike
So finden Sie schnell den richtigen Druck
Ihr E-Bike und Ihre Bandbreite bestimmen maßgeblich, wie viel Bar Sie benötigen. Bei unseren Tests mit 20 E-Bikes stellten wir auch einen Unterschied in der Reichweite fest: Ein City-E-Bike kam bei 4,0 bar auf etwa 80 km und bei 2,5 bar auf 62 km (gleiche Strecke, gleiche Temperatur).
| Fahrradtyp | Bandbreite | |
|---|---|---|
| City-E-Bike | 40–50 mm | 3,5–4,5 bar |
| Trekkingfahrrad | 32–42 mm | 4–5 bar |
| Speed-Pedelec | 28–35 mm | 5–6 bar |
| E-Mountainbike | 50–65 mm | 2–3 bar |
Je breiter Ihr Reifen ist, desto niedriger kann normalerweise Ihr Druck sein. Dies sorgt oft für mehr Komfort und Halt. Ein 60-mm-Reifen kann bei 2,5 bar ungefähr den gleichen „Kontakt“ mit der Straße haben wie ein 35-mm-Reifen bei 5 bar. Auf der Seite Ihres Reifens gibt es immer ein Minimum und ein Maximum. Bleiben Sie dabei und passen Sie es an Ihre Fahrweise an. Viele Kopfsteinpflaster in der Stadt fühlen sich mit etwas weniger Druck oft angenehmer an als lange, schnelle Strecken auf glattem Asphalt. Wenn Sie eine Vorderradfederung und beispielsweise 55-mm-Reifen haben, können Sie ohne zusätzliches Pannenrisiko oft 0,3–0,5 bar tiefer sitzen, da die Federung und das größere Luftvolumen Stöße besser absorbieren.
Diese Richtwerte orientieren sich an den Drucktabellen von Schwalbe und Continental (siehe unter anderem schwalbe.com undcontinental-tires.com) sowie an TNO-Veröffentlichungen, in denen der beste Druck pro Bandbreite, Gewicht und Temperatur durch Labor- und Praxistests untersucht wird.
So passen Sie Ihren Reifendruck individuell an Sie und Ihr Gepäck an
Ihr Gewicht (plus was Sie mitnehmen) ist sehr wichtig. Wenn man etwa 60 Kilo wiegt, kann man sich in der Regel am unteren Ende des empfohlenen Bereichs bewegen. Ab einem Gewicht von etwa 90 Kilo ist die Oberseite oft sinnvoller, damit Ihr Reifen weniger einbricht. Als Faustregel gilt, dass Sie den Rat des Reifenherstellers um etwa 0,2 bis 0,3 bar pro 10 Kilo über 75 Kilo ergänzen können.
Wenn Sie zusätzliches Gewicht wie Lebensmittel, einen Kindersitz oder eine schwere Tasche mitnehmen, erhöhen Sie den empfohlenen Wert um 0,5 bis 1 bar (aber bleiben Sie innerhalb der auf Ihrem Reifen angegebenen Werte). Der Hinterreifen trägt in der Regel das meiste Gewicht, denn dort landen Ihr Gewicht und Ihr Gepäck hauptsächlich. Deshalb ist es oft sinnvoll, den Hinterreifen 0,3 bis 0,5 bar härter einzustellen als den Vorderreifen. Dadurch wird die Lenkung stabiler und der Verschleiß ist oft geringer.
| Situation | Anpassung |
|---|---|
| Ungefähr 60 kg | Empfehlungsband für untere Grenze* |
| Ungefähr 90 kg | Empfehlungsband für Obergrenze* |
| Über 75 kg | +0,2–0,3 bar über Reifenempfehlung* |
| Zusätzliches Gepäck | +0,5–1 bar innerhalb der Bandempfehlung* |
| E-Bike-Hinterreifen | +0,3–0,5 bar im Vergleich zum Vorderreifen* |
*Halten Sie stets den auf dem Reifen angegebenen Druckbereich ein.
Nutzen Sie im Zweifelsfall die unten stehende Entscheidungshilfe, um Komfort, Reichweite und Griffigkeit abzuwägen.
| Profil | Bandbreite | Komfort / Reichweite / Griffigkeit | Grundspannung* | Pro +10 kg (inkl. Gepäck) |
|---|---|---|---|---|
| Pendler (täglich, Asphalt) | 37–47 mm | Mittel / Hoch / Mittel | 4,0 bar bei 75 kg | +0,2 bar |
| Elternteil mit Kindersitz | 47–55 mm | Hoch / Mittel / Hoch | 4,0 bar vorne, 4,5 bar hinten bei 75 kg | +0,3 bar hinten |
| Freizeit-Tourenradfahrer | 42–50 mm | Hoch / Mittel / Mittelhoch | 3,5–4,0 bar bei 75 kg | +0,2 bar |
So reagieren Sie auf Kälte und Hitze
- Sommer: Luft dehnt sich aus, Druck steigt.
- Pro 10 Grad wärmer: 0,1–0,2 bar zusätzlich.
- Wenn Sie das Maximum überschreiten: Lassen Sie etwas Luft entweichen.
- Winter: Luft schrumpft, Druckabfall.
- Bei Kälte: Reifen etwas stärker aufpumpen.
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Kaufberater starten So holen Sie mit dem richtigen Reifendruck mehr aus Ihrem E-Bike heraus
Mehr Reichweite mit weniger Aufwand
Wie hart Ihre Reifen sind, Sie merken sofort, wie leicht Sie fahren und wie weit Sie fahren. Mit zu weichen Reifen rollt man schwerer, der Motor arbeitet mehr und die Batterie entlädt sich schneller. Mit dem richtigen Druck (innerhalb der Angaben auf dem Reifen) treten Sie oft leichter in die Pedale und verbrauchen weniger.
Komfortable und leise Lenkung
Der Reifendruck hat großen Einfluss darauf, wie sich Ihr Fahrrad anfühlt. Bei zu harten Reifen spürt man Vokale und Kanten schneller. Etwas Weicheres dämpft stärker und fährt leiser. Wenn Sie zu tief fahren, kann es sein, dass Ihr Fahrrad etwas wackelt und die Lenkung unsicher wird.
Sicheres Fahren mit genügend Grip
Der Grip hängt stark vom Reifendruck ab. Ein etwas geringerer Druck führt häufig zu mehr Kontakt mit der Straßenoberfläche und somit zu mehr Kontrolle. Wenn Ihr Reifen jedoch zu weich wird, erhöht sich das Risiko einer Reifenpanne und das Lenkgefühl wird weniger sicher. Zu hart ist auch nicht ideal: Sie haben weniger Kontakt zur Straße und rutschen schneller auf nassem oder rutschigem Asphalt.
Dies passiert bei zu weichen Reifen
Bei zu weichen Reifen kommt es häufig zu einem schnelleren Verschleiß der Flanken, da sich der Reifen immer weiter durchbiegt. Dies kann zu geringfügigen Schäden am Gummi führen, die nicht sofort sichtbar sind. Manchmal bemerkt man es erst, wenn der Reifen plötzlich undicht wird oder reißt, obwohl er von außen noch in Ordnung aussieht.
Schlangenbiss: So verhindern Sie einen plötzlichen Einstich
Bei zu weichen Reifen kann es auch zu einem „Schlangenbiss“ kommen. Wenn Sie hart gegen eine Bordsteinkante oder durch ein tiefes Schlagloch fahren, kann der Schlauch zwischen Felge und Reifen stecken bleiben. Das Ergebnis: zwei Löcher nebeneinander. Bei E-Bikes geschieht dies schneller, da diese aufgrund von Motor, Akku und Gepäck oft schwerer sind.
Nachteile von zu harten Reifen
Zu harte Reifen beeinträchtigen den Fahrkomfort, da der Reifen kaum noch etwas aufnimmt. Sie spüren Unebenheiten an Handgelenken, Rücken und Schultern schneller. Und weil alles unter höherer Spannung steht, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Gummi reißt und Ihre Felge auch mehr aushalten muss.
Bleiben Sie innerhalb des sicheren Drucks
Innerhalb des angegebenen Bereichs sind Sie am sichersten. Wenn Sie sich daran halten, halten Ihre Reifen in der Regel länger und nutzen sich weniger schnell ab.
Auf diese Weise können Sie Ihre E-Bike-Reifen einfach überprüfen und aufpumpen
Wählen Sie die richtige Pumpe und lesen Sie Ihren Reifendruck ab
Prüfen Sie, welches Ventil Sie haben und ob Ihre Pumpe darauf passt, oder ob Sie einen Adapter benötigen. Am einfachsten funktioniert eine Standpumpe mit Manometer: Man pumpt schnell und sieht sofort, wie viel Bar drin ist.
Die verschiedenen Ventiltypen im Überblick:
- Dunlop-Ventil: das Ventil, das man oft bei E-Bikes sieht.
- Sclaverand-Ventil: schmales Ventil mit einer kleinen Schraube oben.
- Schrader-Ventil: breites Ventil, wie im Auto.
Wenn Sie nur eine Handpumpe ohne Manometer haben, verwenden Sie einen separaten Reifendruckmesser. Entfernen Sie die Kappe, prüfen Sie, ob sich Schmutz darauf befindet, und setzen Sie das Messgerät gerade auf das Ventil, bis der Wert stabil ist.
Am besten messen Sie, wenn Ihre Reifen noch kalt sind, also bevor Sie mit dem Radfahren beginnen. Während der Fahrt erwärmt sich der Reifen und der Druck kann vorübergehend höher erscheinen. Steht Ihr Fahrrad in der Sonne oder in einem warmen Schuppen, kann der Druck auch höher sein, als wenn es aus einem kühlen Raum kommt.
So schließen Sie das Ventil richtig an
Entfernen Sie zunächst die Ventilkappe. Bei einem Sclaverand-Ventil lösen Sie die kleine Schraube oben ein paar Umdrehungen und drücken kurz auf das Ventil, um zu prüfen, ob es geöffnet ist. Bei Dunlop oder Schrader können Sie die Pumpe in der Regel sofort einbauen. Setzen Sie den Pumpenkopf gerade auf das Ventil und klemmen Sie ihn mit dem Griff fest, damit möglichst wenig Luft entweicht.
So pumpen Sie auf den richtigen Druck
Pumpen Sie langsam und schauen Sie zwischendurch auf das Manometer, bis Sie den gewünschten Druck erreicht haben. Wenn Sie kein Messgerät haben, kommt es eher auf das Gefühl an: Der Reifen sollte noch ein wenig federn können, sich aber nicht weich anfühlen.
Nach dem Pumpen: So schließen Sie alles sauber
Entfernen Sie die Pumpe mit einer geraden, gleichmäßigen Bewegung, damit Sie das Ventil nicht schief ziehen und so wenig Luft wie möglich verlieren. Zum Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit die Kappe wieder aufsetzen. Überprüfen Sie Ihren Reifendruck am besten wöchentlich oder zumindest vor längeren Fahrten. Reifen verlieren immer langsam etwas Luft, auch wenn Sie eine Zeit lang nicht mit dem Rad unterwegs sind.
Seien Sie besonders vorsichtig bei schwerem Gewicht
Wenn Sie mit schwerem Gepäck, einem Kindersitz oder anderem Gepäck unterwegs sind, prüfen Sie öfter den Reifendruck. Vor allem der Hinterreifen wird es schwerer haben und ein wenig zusätzlicher Druck hinten kann Ihr Fahrrad etwas stabiler machen und den Verschleiß begrenzen.

